Das Seemobil

In einem Hausboot über Fluss- und Seenlandschaft gleiten, wer würde das nicht gerne machen? Grollmitz Zappe Architekten haben den Traum vom Fahren auf dem Wasser und Leben in einem Haus vereint. Bisher gab es nur folgende Modelle: Entweder ein Hausboot wie auf den Grachten Amsterdams, das selbst nicht fahren kann und daher gezogen werden muss. Oder jener Typus, der mehr Boot als Haus ist und mit einem ausgebauten Schiffskörper daherkommt. Letzterer kann zwar fahren, aber er ist weit entfernt von der Ästhetik und dem Lebensgefühl, die ein Haus auszeichnen. Die Berliner Architekten machen es in ihrem Hausboot anders. Zunächst bauten sie einen Rumpf, wie er zu einem klassischen Katamaran gehört, um darin die gesamte Schiffstechnik unterzubringen. Da die Versorgung und Mechanik im Rumpf verschwinden, besitzt das Seemobil nach oben jede Menge Platz. Hier befindet sich ein großzügiger Wohnraum, der sich über Schiebetüren öffnen lässt. Dazu kommen eine integrierte Küche, ein Bad und Schlafkabinen für vier Personen. Das begehbare Vordeck gleicht einer Veranda, von der man während der Fahrt die Beine ins Wasser halten kann. Wer darüber hinaus mehr Weite und Kontakt zur Landschaft sucht, braucht sich nur auf das Dach begeben, das ein großes Sonnendeck bereit hält. Und damit es auch in kälteren Monaten niemals ungemütlich wird, kann das Innere des Seemobils beheizt werden.
Text: Grollmitz Zappe Architekten
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Sommerhaus auf der Havel
Architekten: Grollmitz Zappe Architekten, Berlin, www.grollmitz-zappe-architekten.de
Standort: Ziegeleipark Mildenberg, Ziegelei 10, 16792 Zehdenick, Standort anzeigen
Fertigstellung: 2006
Fotos: Sönke Baumgärtner, Grollmitz Zappe Architekten
Das private Hausboot ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.
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Standort



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