Time To Eat

Für das neue System-Gastronomiekonzept holyfields wurde ein modulares, skalierbares und unverwechselbares Raumsystem entwickelt. Der Gast wird von einem weißen Tresen empfangen. Das leuchtende Deckenelement darüber markiert die Station als Dreh- und Angelpunkt des Raums. Daneben warten Terminals mit großen Touchscreens in weißen Stahlblechgehäusen auf die Bestellung der Gäste. Die Plätze im Gastraum sind von der Fassade bis zur Rückwand in vier Ebenen aufgeteilt und in der Höhe gestaffelt. An den Fenstern befinden sich Holztische, die eine klassische Restaurantsituation beschreiben. Eine abgehängte, eigens gestaltete Pendelleuchte schafft hier die gewünschte Intimität. In der nächsten Schicht steht leicht erhöht eine Reihe weißer Tische mit gepolsterten Zweierbänken. Die Tischgruppen werden durch ein Podest aus dunklem Holz am Boden sowie die abgesenkte Decke darüber gefasst. Ein Geflecht aus abgespannten Gummilitzen separiert die einzelnen Tische, ohne die freie Sicht durch den Gastraum zu unterbrechen. In der darauffolgenden Ebene findet der Gast einen Stehtisch aus geweißter Eiche als umtriebigsten Platz im Restaurant. An der mit dunklem Holzbalken gestalteten Rückwand schlussendlich stehen vier weiße Sechsertische auf gleicher Höhe wie die lange Tafel. In ihrer großen U-Form bilden sie den Abschluss der Inszenierung und eine Art Rückgrat des Gastraums.
Die offene Raumstruktur macht das Ende der Längsachse des Restaurants bereits vom Eingang sichtbar, wo sich vor dem Küchenbereich die Essensausgabe befindet. Sie wird durch eine trichterförmig zulaufende raumhohe Kupferwand markiert. Davor ist ein Edelstahltresen platziert.
Die Bar mit ihrem Tresen aus dunkel gebeizter Eiche und der mit schwarzem Leder bespannten Front bildet einen schönen Kontrast zur Rückwand aus weißen Fliesen.
Das Restaurantkonzept wird komplettiert durch einen Take-Away-Bereich. Er hat einen separaten Eingang und ist von der Lounge durch ein Glasregal getrennt. So kann dieser Bereich zwar unabhängig funktionieren, ist aber doch gefühlter Teil des Gesamtraumes.
Der Claim „time to eat” steht für ein innovatives Konzept, das dem Gast möglichst viel Zeit zum Essen einräumen will. Geordert wird an 10 Touchscreens im Eingangsbereich, die das Angebot in Bildern und Filmen visualisieren. Der Gast nimmt einen elektronischen Signalgeber mit an seinen Platz, der ihm signalisiert, wenn das Essen zur Abholung an einer zentralen Ausgabe bereit ist. Auf die erste Filiale in der Frankfurter Kaiserstraße werden weitere Neueröffnungen in Berlin, Stuttgart und Hamburg folgen.
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Restaurant “holyfields” in Frankfurt
Architekten: Ippolito Fleitz Group, Stuttgart, www.ifgroup.org
Standort: Kaiserstraße 19-21, 60311 Frankfurt, Standort anzeigen
Fertigstellung: November 2010
Fotos: Zooey Braun, Stuttgart, www.zooeybraun.de
Auszeichnungen: iF communication design award 2011 sowie Restaurant & Bar Design Awards 2011 (Shortlist)
Das holyfields ist für Besucher geöffnet.
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Standort





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