Erweiterung der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig | Architektourist

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Ein schützender Umschlag

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Die Deutsche Nationalbibliothek hat den gesetzlichen Auftrag, alle ab 1913 in Deutschland verfassten Medien und im Ausland publizierte Werke in deutscher Sprache zu sammeln und zu archivieren. An den zwei Standorten Leipzig und Frankfurt am Main werden insgesamt mehr als 26 Millionen Bücher, Zeitschriften, Notenblätter sowie Audio- und Videodateien verwahrt und zur Nutzung im Präsenzbereich zur Verfügung gestellt. Da jährlich etwa 600.000 Veröffentlichungen hinzukommen, mussten die beiden Standorte schon mehrfach vergrößert werden. Im Frühjahr 2011 feierte der Standort Leipzig die Eröffnung eines neuen Erweiterungsbaus, für den die Stuttgarter Architektin Gabriele Glöckler verantwortlich zeichnet. Auf rund 14.000 Quadratmetern finden vor allem die Magazine für die Bestände der Bibliothek und das Deutsche Buch- und Schriftmuseum Platz. Außerdem konnte nun das Deutsche Musikarchiv von Berlin nach Leipzig umziehen. Gabriele Glöckler schließt mit ihrem Entwurf die Lücke zwischen dem von 1914 bis 1916 errichteten Bibliotheksgebäude und dem Bücherturm aus den 70er-Jahren. Mit dem Konzept „Umschlag-Hülle-Inhalt“ übersetzt die Architektin die Funktion des Gebäudes in seine Architektur: Der Inhalt wird durch eine frei geformte Metallhülle geschützt. Glöckler formt einen „leichten Umschlag“, der an ein liegendes Buch erinnert, und bindet so die Einzelbereiche der Bibliothek zusammen.

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Erweiterung der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig

Architekten: Gabriele Glöckler, Stuttgart, gabrielegloeckler.de
Standort: Deutscher Platz 1, 04103 Leipzig, Standort anzeigen
Fertigstellung: Frühjahr 2011
Fotos: Michael Moser, Leipzig, www.michaelmoserimages.de

Die Deutsche Nationalbibliothek ist für Besucher geöffnet.

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Standort

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