Stair Case Study House 06 | Architektourist

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ENDLICH!

Spitzbodentreppe

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Ein Einfamilienhaus von 1937 sollte energetisch saniert und an die Raumbedürfnisse einer vierköpfigen Familie angepasst werden. Die räumlichen Veränderungen beschränken sich auf wenige gezielte Eingriffe. Der bisher ungenutzte Spitzboden ist durch eine neue Treppe zugänglich, die in den Flur des Obergeschosses integriert werden konnte. Ursprünglich lediglich über eine Leiter erschlossen, beherbergt der Speicher nun ein vollwertiges und lichtdurchflutetes Zimmer. Die Wohnfläche konnte so von ca. 100 Quadratmeter auf ca. 116 Quadratmeter erhöht werden.
Sämtliche Wandoberflächen des Hauses sind erneuert und weiß verputzt.
Die neue, einläufige Spitzbodentreppe ist passgenau in die vorhandene Deckenaussparung für die ehemalige Dachbodenleiter eingearbeitet. Da der Durchgang im 1,30 Meter breiten Flur zu Bad und Schlafzimmern gewährleistet bleiben muss, sind die Grenzen der räumlichen Ausdehnung der neuen Treppe klar definiert. Die um fünf Grad geneigte Wange ist der Schlüssel zum Funktionieren aller Anforderungen: Zum einen gewährleistet die Neigung die maximale Durchgangsbreite im Flurbereich und zum anderen vermittelt sie zwischen Deckenaussparung und Treppenantritt. Ein Knick in Höhe der neunten Stufe markiert den Übergang zur Wendelung des Austrittes im Spitzboden. Als Handlauf dienen sechs übereinander angeordnete Aussparungen, die vom Kleinkind bis zum Erwachsenen stets die optimale Höhe bieten. Wandseitig ruhen die Stufen auf einer mit der Mauer verschraubten Wange. Sämtliche Teile sind in klar-lackiertem Birken-Multiplex (30 Millimeter) ausgeführt. Den oberen Raumabschluss bilden zwei Sandwichplatten aus opakem, glasfaserverstärktem blauem Polyester (GFK). Eine Platte ist als gasdruckfeder-unterstützte Klappe vorgesehen, der kleinere Teil ist „festverglast“. Beide Teile sind begehbar sowie von unten beleuchtet. Die GFK-Platten sind in einen orange-lackierten Stahlrahmen aus L-Profilen eingepasst. Vier Dachflächenfenster sorgen für die Grundbeleuchtung des Spitzbodens und ein zusätzliches großes Dachflächenfenster über dem Treppenaustritt gewährt Tageslicht und Durchblicke über fast drei Geschosse hinweg.
Mit Ausnahme der spitzen Giebelwände sind alle Oberflächen des Spitzbodens mit (dampfdichten) OSB-Platten verkleidet – inklusive der Laibungen der fünf Dachflächenfenster, der Fußleisten sowie der First-Abdeckleisten. Die hochwertige Verarbeitung des vermeintlich „billigen“ Materials in Kombination mit der GFK-Fläche verleihen dem Raum seine einzigartige Atmosphäre.

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Stair Case Study House 06

Architekten: Gerd Streng, Architekt, Hamburg, gerdstreng.de
Standort: 22525 Hamburg-Langenfelde, Standort anzeigen
Fertigstellung: August 2013
Fotos: Uwe Scholz, Hamburg

Das Privatgebäude ist für Besucher nicht zugänglich.

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Standort

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