miniki im unsichtbaren Haus | Architektourist

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Unsichtbares Haus

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Kann man Unsichtbarkeit steigern? Die Architekten von Delugan Meissl Associated Architects haben sich bei der Einrichtung ihres Fertighauses Casa invisibile für eine Küche von miniki entschieden und aus doppeltem Versteckspiel ein überzeugendes Statement gemacht. „Als wir uns vor einiger Zeit auf dem internationalen Markt umgeschaut haben“, berichtet Roman Delugan vom Wiener Architekturbüro Delugan Meissl & Associated Architects, „stellten wir fest, dass es kaum wirklich hochwertige Fertighäuser gibt – und noch weniger solche zu einem raisonablen Preis.“ Vor diesem Hintergrund sei dann der Entschluss gereift, einen eigenen Entwurf zu entwickeln und zu realisieren.
Mit einer Grundfläche von 45 Quadratmetern der Casa haben DMAA ein ungewöhnlich introvertiertes Format gewählt (…) Zwei Prototypen stehen inzwischen in Slowenien. Sie werden zurzeit von dem Architekten-Team selbst genutzt, um Erfahrungen zu sammeln und die Ergebnisse zu evaluieren. Denn Weiterentwicklungen sind schon fest geplant (…) „Als einmal ein Reporter vorbeikam, aus dem Auto stieg und dann irritiert fragte ‚Und wo ist jetzt das Haus? ‘ hat uns das natürlich sehr gefallen“, berichtet Roman Delugan. Das verspiegelte Aluminium der Außenfassade nimmt tatsächlich das Muster von Himmel, Bäumen und Umgebung fast unverzerrt auf und macht die Casa invisibile damit im wörtlichen Sinne unsichtbar. Optisch geht sie dadurch weitgehend in der Umgebung auf und verliert den Charakter eines Fremdkörpers. Ein ähnlicher Sinn für Zurückhaltung bestimmt auch die Gestaltung des Innenraums. Während die Wände der Casa vollständig mit hellgrau gebeiztem Tannenholz verkleidet sind und einen wertigen, aber neutralen Hintergrund für das Mobiliar bieten, bereitete die Gestaltung der Küche zunächst Kopfzerbrechen. „Kleinstküchen, wie sie im Handel angeboten werden, hatten entweder nicht die für uns erforderlichen Maße oder sie waren ästhetisch völlig unbefriedigend“, erklärt Roman Delugan, „bis wir auf miniki gestoßen sind!“ Da passte auf Anhieb alles: „Die benötigten Maße konnten wir dank des modularen Systems problemlos anpassen.“ Auch das Material Multiplex-Birkensperrholz verbinde hohe Attraktivität mit Formstabilität, die Edelstahlwanne, die Geräte und Armaturen gehörten zum Besten, was am Markt zu haben ist. Den Ausschlag gab dann aber das intelligente Konzept: „Dass Herdplatte und Spülbecken elegant unter einer Haube verschwinden, wenn sie nicht gebraucht werden“, so Delugan, „hat uns sofort gefallen und nachhaltig überzeugt.“ (…)

Text: Nike Breyer

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miniki im unsichtbaren Haus

Architekten: Delugan Meissl Associated Architects, Wien, Österreich, www.deluganmeissl.at
Standort: Slowenien, Standort anzeigen
Fertigstellung: k. A.
Fotos: Delugan Meissl Associated Architects
Miniküche: miniki.eu

Das Privatgrundstück ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich.

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Standort

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