Denkmalgerechter Umbau und Erweiterungsbau für das Hambacher Schloss | Architektourist

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Geschichtsträchtiger Ort

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Das Hambacher Schloss gilt wegen des Hambacher Festes, das dort 1832 in den Ruinen stattfand, als Wiege der deutschen Demokratie. Seit der Gründung einer spätrömischen Höhensiedlung um das Jahr 305 auf dem Hambacher Schlossberg hat das Bauwerk die unterschiedlichsten Entwicklungen erfahren. Nachdem das Schloss 2002 in das Eigentum der Stiftung Hambacher Schloss überging, wurden umfangreiche Modernisierungs-, Umbau- und Neubaumaßnahmen geplant. In einem Architektenwettbewerb überzeugte der Entwurf des Architekten Max Dudler. Dieser sieht vor, dass sämtliche Eingriffe den historischen Bestand lediglich unterstützen und nicht wesentlich in ihn eingreifen. Die Architektur soll die „Sprache des Ortes respektieren und innerhalb ihres Vokabulars eine architektonisch passende Antwort finden“. Ziel ist die behutsame Erweiterung des historischen Bestands – unter respektvoller Berücksichtigung von beinahe zwei Jahrtausenden Geschichte.
Während des Umbaus ist es Dudler vor allem daran gelegen, die Originalsubstanz wieder sichtbar zu machen, indem der Bestand behutsam gereinigt, geöffnet und verdichtet wird. Räumliche und chronologische Zusammenhänge sollen wieder lesbar werden. Die neuen Hinzufügungen aus den Materialien Kirschholz, Sandstein, Stahl und Glas fügen sich selbstverständlich in die Räume ein, die Technik ist weitgehend unsichtbar integriert. Die Architektur des „Restaurant 1832“ mit steinerner Panoramaterrasse und atemberaubendem Ausblick nimmt das Motiv der Wehrmauern auf. Die Mauern werden gewissermaßen verstärkt, so dass sie schließlich ein skulpturales Gebäude ergeben. Viele in den Gebäudekörper eingeschnittenen Fenster mit tiefer Laibung, die wie Gemälde in unterschiedlichen Formaten über die Wände verteilt und innenbündig verglast sind, stellen über diese ausgefeilte Blickkomposition den Bezug zur überwältigenden Landschaft her. Der harmonisch an das historische Schloss angeschmiegte, helle und geradlinige Baukörper des Restaurants setzt nun optisch die mittelalterliche Ringmauer fort und erscheint wie die logische Fortführung der Burganlage. Als Material für die Fassaden wählte Dudler den an den historischen Mauern verwendeten, ortstypischen gelben Leistadter Sandstein.
Für den denkmalgerechten Um- und Weiterbau des Hambacher Schlosses ehrte das Deutsche Architekturmuseum (DAM) Max Dudler am 25. Januar 2013 mit dem DAM Preis für Architektur in Deutschland 2012.

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Denkmalgerechter Umbau und Erweiterungsbau für das Hambacher Schloss

Architekten: MAX DUDLER, Berlin Frankfurt Zürich, www.maxdudler.com
Standort: 67434 Neustadt an der Weinstraße, Standort anzeigen
Bauzeit: Umbau 2005–2008, Neubau 2009–2011
Fotos: Stefan Müller, Berlin, stefanjosefmueller.de
Auszeichnungen: DAM Preis für Architektur in Deutschland 2012

Der aktiv & irma Markt in Hude ist für Besucher während der Geschäftszeiten geöffnet.

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