BERLIN – Eine Bühne für Visuelle Kultur | Architektourist

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Visuelle Kultur

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Mit soda.BERLIN gestaltete Designliga, Büro für Visuelle Kommunikation und Innenarchitektur aus München, eine Buchhandlung für Visuelle Kultur in Berlins Zentrum. Nach soda.MÜNCHEN eröffnete das zweite soda von Sebastian Steinacker Anfang Januar 2015 am Rosenthaler Platz und bietet eine Auswahl an Büchern und Magazinen aus allen Bereichen der Mode, Fotografie, Architektur und des Design.
soda steht für visuelle Kultur und freie Inspiration. Der Großteil der Kunden arbeitet in gestaltenden Berufen und ist stets auf der Suche nach überraschenden Eindrücken und neuen Impulsen. Statt Buchrücken sind im soda Cover zu sehen, die Komposition der Titel erinnert an die Ausstellung in einer Galerie. Das soda.Berlin wurde Anfang Januar 2015 am Rosenthaler Platz in Berlin eröffnet. Designliga gestaltete als befreundetes und eng mit Sebastian Steinacker verbundenes Designbüro die 80qm großen Räumlichkeiten. Mit dem Ziel, einen genetischen Zusammenhang zwischen soda.München und soda.Berlin zu schaffen und dennoch ein originäres Entwurfskonzept zu entwickeln, stellt Reduktion die wesentliche Designreferenz dar. Die Herausforderung bestand darin, einen Raum zu gestalten, der sich maximal zurücknimmt und den eigentlichen Objekten die volle Aufmerksamkeit gewährt. Raum und Einrichtung mussten lediglich eine Bühne für die Bücher und Magazine bilden, die – von Grafikdesignern gestaltet – selbst eigene Kunstwerke sind.
Die Einheit von Vorder- und Hintergrund, von Einrichtung und Raum ist das maßgebliche Gestaltungsprinzip. Die Grundidee besteht darin, durch eine neutrale Farbigkeit das Gemenge der Elemente zu reduzieren und die Differenz von Möbel und baulicher Substanz durch eine zusätzliche grafische Textur optisch einzuebnen. Auf diese Weise erscheinen die Räumlichkeiten – trotz der Masse an Objekten und Größe der notwendigen Präsentationsfläche – minimalistisch und klar. Die Innenarchitektur greift den bestehenden, funktionierenden Ausstellungscharakter des soda in München auf und übersetzt diesen in das eigene Gestaltungsprinzip. Um die rund 800 Titel frontal präsentieren zu können, entwickelte Designliga ein eigenes Regalsystem. Dieses stellt insgesamt über 135 Laufmeter zur Ausstellung der Bücher und Magazine zur Verfügung. Die Regale scheinen nahezu beiläufig an der Wand zu lehnen. Durch die einem Bühnenbild ähnliche Konstruktion aus Rahmen schaffen die Regale trotz erforderlichen Stauraumes Transparenz und Durchlässigkeit im Raum. Zudem ist die gesamte Raumbeleuchtung in das Regalsystem integriert. Eine große Theke im Eingangsbereich bietet zusätzlichen Platz für verkaufstechnische Utensilien und empfängt den Kunden. Raum und Inventar sind in eine einheitliche Farboberfläche in RAL 7035 Lichtgrau getaucht. Sämtliche Materialien, von Boden und Decke über Regale bis hin zur Wand, erscheinen in der gleichen Anmutung – Raum und Objekt verschmelzen so zu einer Einheit. Das partiell auf Wand, Regal, Decke und Boden aufgebrachte abstrakte Muster verstärkt diesen Effekt. Trotz seiner grafischen Ausprägung wirkt das „Gekritzel“ willkürlich und nimmt den Flächen ihre Bedeutsamkeit. Lineare Überschneidungen auf losen und festen Elementen egalisieren die Differenz zwischen Raum und Möbel – die verschiedenen Ebenen verschwimmen zu einer diffusen Einheit. Kontrastierend zum minimalistischen Off des Hintergrundes stechen die Produktcover leuchtend in den Vordergrund.

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BERLIN – Eine Bühne für Visuelle Kultur

Innenarchitekten: Designliga – Büro für Visuelle Kommunikation und Innenarchitektur, München, www.designliga.com
Standort: Weinbergsweg 1, 10119 Berlin, Standort anzeigen
Fertigstellung: Januar 2015
Fotos: Designliga

soda.BERLIN ist für Besucher geöffnet.

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